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Raumkonstrukte 


Presse

Martin Hanus

Vernissage
-------------------------------Dienstag 03. Oktober 2017 / 18.30 Uhr
» Fotogalerie im Grazer Rathaus

Bis 3. November 2017

Hinweis:
K√ľnstlergespr√§ch: Martin Hanus
Dienstag, 10. Oktober 2017, 18:00 Uhr
Camera Austria, Lendkai 1, 8020 Graz, Austria





Martin Hanus widmet sich in den Arbeiten seiner aktuellen Serie ‚ÄěRaumkonstrukte‚Äú den Dingen an sich. Sein Interesse scheint dabei nicht vordergr√ľndig dem Motiv zu gelten - vielmehr ist es die Methodik und die `objektive Strenge¬ī ihrer Umsetzung, die seine Arbeitsweise kennzeichnet. Hanus definiert Dokumentationsfotografie als eine Ann√§herung an das Motiv, die emotionslos und jenseits subjektiver Anwandlungen geschehen soll. Als w√§re ihm daran gelegen, der Fotografie ihren Ruf als Instanz f√ľr die Darstellung der Wirklichkeit wiederherzustellen.

Doch wird in seiner selbstverordneten Sachlichkeit eine wahrhaftige Lust an der Akribie deutlich. Nichts wird in der Vorbereitung dem Zufall √ľberlassen. Mittels Laserentfernungsmesser, Wasserwaage und Winkelma√ü werden ideale Positionierung und Ausrichtung seines Werkzeuges ermittelt, dabei nur eine gegebene Kunstlichtsituation akzeptiert. In der Nachbearbeitung werden die Bildteile pixelgenau erstellt um das gew√§hlte Motiv in einer Form wiederzugeben, die einem Wirklichkeitsanspruch letztlich gegensteuert.

Das zentrale Element in den Arbeiten ist die visuelle Raumwahrnehmung und deren Darstellung in der zweidimensionalen Bildfl√§che. Hanus fertigt von den ausgew√§hlten Motiven Aufnahmen aus mehreren Positionen. Die entstehenden Einzelbilder ergeben mehrteilige Panoramabilder, zumeist Triptychen, die ein Motiv simultan aus mehreren Perspektiven wiedergeben und damit die Bildann√§herung durch den Betrachter/die Betrachterin ‚Äď r√§umlich wie auch zeitlich - dekonstruieren. Das Prinzip der R√§umlichkeit wird zur Diskussion gestellt, mit dem Ziel, die M√∂glichkeiten der menschlichen Wahrnehmung zu erweitern.

Hanus¬ī Motivwahl setzt bei Objekten an, die sich ob ihrer Allgegenwart und Allt√§glichkeit, tendenziell einer n√§heren Betrachtung entziehen w√ľrden, und sich gerade deshalb besonders daf√ľr eignen, sich den strengen Ma√üst√§ben seiner Untersuchung zu unterziehen. Den pr√ľfenden Blick dort anzusetzen, wo die Aufmerksamkeit der meisten Menschen oft noch gar nicht eingesetzt hat, und dabei eine Genauigkeit aufzuwenden, die dem Motiv vielen nicht ad√§quat erscheinen m√∂gen, zeugt von der Leidenschaft aber auch der F√§higkeit des K√ľnstlers sein Konzept auf das Wesentliche zu verdichten.
(Gerhard Gross)

martinhanus.net







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