KULTURVERMITTLUNG
STEIERMARK
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100 Jahre Erich Kees 

Das fotografische Schaffen des steirischen Doyens der Fotografie nach 1945

Vernissage
-------------------------------Dienstag 17. Jänner 2017 / 18.30 Uhr
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Bis 17. Februar 2017

Hinweis:
Podiumsdiskussion „Von der Entdeckung der Fotografie bis zur Entwicklung einer Szene“
Montag, 30. Jänner 2017, 18:30 h
Gemeinderatssitzungssaal im Grazer Rathaus


sammlungkees.kulturserver-graz.at





2016 jährte sich der Geburtstag von Prof. Erich Kees zum 100sten Mal. Die Kulturvermittlung Steiermark würdigt den Pionier der steirischen Fotoszene mit einer Ausstellung und einer Podiumsdiskussion (30.1. 2017) mit Wegbegleitern und Fachleuten.
1981 entstand die „Bildsammlung steirischer Fotografen. 1950-1980“ mit mehr als 400 Originalarbeiten von 20 Autorinnen und Autoren. 2002 wurde sie von Erich Kees der Stadt Graz zur Verfügung gestellt. Für die Ausstellung in der Fotogalerie des Grazer Rathauses werden ausgewählte Arbeiten von Erich Kees aus dieser bedeutenden Sammlung entnommen und dem interessierten Publikum zugänglich gemacht.

Erich Kees, bekannt als ein Motor der Fotografie in der Steiermark nach 1945, war nicht nur ein „Fotoidealist ersten Ranges“, sondern auch Förderer vieler, damals junger Fotografinnen und Fotografen. Einige davon konnten sich in weiterer Folge als international anerkannte Fotografinnen und Fotografen etablieren. Gleichzeitig war Kees aber nicht nur Lehrer und Fürsprecher für die Fotografie, sondern setzte auch als Organisator vieler Ausstellungen und fotografischer Projekte Akzente, die bis heute positive Auswirkungen zeitigen. Er war Initiator des Fotoförderungspreises des Landes Steiermark, den er jahrelang im Auftrag des Landes persönlich durchführte, und war Begründer des internationalen Fotoforums im Rahmen der ARGE Alpe-Adria. Sein Wirken strahlte nicht nur in die Steiermark aus, sondern weit darüber hinaus, nach Österreich und in viele Staaten Europas. Es bildete die Basis dafür, dass sich Graz zu einem frühen internationalen Zentrum der Fotografie entwickelte.
Werden die Leistungen von Erich Kees in Augenschein genommen, wird sehr oft vergessen, dass er selbst ein hervorragender Fotokünstler gewesen ist. Diese Ausstellung soll die Qualität und Vielfalt seines Wirkens wieder sichtbar machen und verdeutlichen.

Professor Erich Kees, Bürger der Stadt Graz, wurde am 22.12.1916 in Graz geboren. Seine erste Begegnung mit der Fotografie fand 1932 statt. 1949 gründete er die TVN Fotogruppe Graz und begann mit einer ernsthaften Auseinandersetzung mit der Fotografie. Innerhalb der Gruppe wurde Kees als Lehrer und Initiator zu einer zentralen Figur und übernahm 1953 die Leitung aller 25 steirischen Naturfreunde-Fotogruppen. Er organisierte, zusammen mit anderen Fotokolleginnen und -kollegen, zahlreiche Fotokurse, -workshops und -ausstellungen. Neue Ansätze fotografischen Bildschaffens wurden gemeinsam erarbeitet und mit der ersten internationalen Fotoausstellung im Grazer Künstlerhaus 1963 wurde der Gruppe erste Anerkennung durch die etablierte Kunstszene zuteil. Der 1971 von Kees initiierte „Landesförderungspreis für Fotografie“, der ab1980 von der Neuen Galerie organisiert wurde, stellte einen wichtigen Schritt für die Akzeptanz der Fotografie als Medium der bildenden Kunst dar. Erich Kees wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem „Goldenen Ehrenzeichen des Landes Steiermark für Verdienste um die steirische Fotografie bzw. Volksbildung“ sowie mit dem „Großen Ehrenzeichen des Landes Burgenland“. Erich Kees starb am 24. April 2006 in Graz.

„In seinem fotografischen Werk nehmen Natur- und Landschaftsbilder, insbesondere die Themen „Wasser“ und „Baum“, ebenso wie die Beschäftigung mit dem urbanen Raum eine zentrale Stellung ein. Lange Zeit war Otto Steinerts „subjektive fotografie“ sein Mentor und beeinflusste sein Bildschaffen wesentlich. Bei Kees’ „Spurensuche“ stoßen wir immer wieder auf „fotografische Fundobjekte“ in rätselhaften Konfigurationen mit poetischem, oft abstrus-mystischem Charakter. Er bevorzugt in seinen Bildern das Nonfigurale, das sich in formaler Abstraktion oder in der Detailaufnahme der gegenständlichen Realität entzieht.“ (Mag. Jasmin Haselsteiner-Scharner)


100 Jahre Erich Kees, 2017-01-17 18:30:00 [event]





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