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ZYKLUS HALUDOVO 

Nachschau
Presse

alles beginnt mit einem bild

von klaus-dieter hartl

Vernissage
-------------------------------Mittwoch 27. Jänner 2016 / 18.30 Uhr
» Fotogalerie im Grazer Rathaus

bis 26. Februar 2016



© Klaus-Dieter Hartl

„Im Zyklus „Haludovo - alles beginnt mit einem Bild“ beschäftige ich mich mit der bildlichen Umsetzung des Phänomens der Erinnerung. Ihre vielfältigen Erscheinungsformen beinhalten auch das mögliche Vergessen, das sich nicht mehr erinnern können oder wollen. 

Der Hotelkomplex Haludovo auf der kroatischen Insel Krk wurde 1971 erbaut und diente als Treffpunkt des internationalen Jet-Set. Nach dem allmählichen Niedergang fand es in den 1990ern als Flüchtlingsunterkunft Verwendung und wurde dann dem Verfall preisgegeben.  Heute besuchen Architekturbegeisterte aus aller Welt die Reste der einst preisgekrönten Hotelanlage. Was suchen sie dort, woran erinnern sie sich, bewahren sie den Ort vor dem Vergessen? Was bewirken meine eigenen Erfahrungen beim Blick auf das verlassene Hotel? Diese Fragen aufgreifend erscheint mir Haludovo als Analyseobjekt ideal geeignet. 

Eindrücke werden mit fotografischen Methoden festgehalten und stellen bereits den Versuch des Skizzierens eines Erinnerungsbildes dar. Assoziationen an schon Erlebtes, Gesehenes oder Erlerntes begleiten und beeinflussen – unterschwellig – den gesamten Prozess. Dabei taucht bei jeder Begehung des Erinnerungsraumes die Frage auf: Wie oft kann dieser Prozess wiederholt werden und wann setzt das Verblassen, das Vergessen von Erinnerung ein? 
Beim Fotografieren, wie auch beim Betrachten von Bildern wiederholt sich immer derselbe Akt des Bewahrens und des Erinnerns. Die Gegenwart wird zur zukünftigen Erinnerung – Alles beginnt mit einem Bild.“

Klaus-Dieter Hartl, 2015




Biografie
"Bewegung ist es, die als zentrales Element die Persönlichkeit Klaus-Dieter Hartl bestimmt: Dies entspricht sowohl der Außenwahrnehmung durch den/die Beobachter/in, als auch der Gedankenwelt des Künstlers. Die Bewegtheit spiegelt sich in der künstlerisch-fotografischen Arbeit insofern, als ein Ideen- und Überlegungsreiches Konzept deren Basis darstellt. Die Bilder selbst wirken auf den ersten Blick „ruhig“ und klar, der zweite Blick aber führt wiederum in die „Unruhe“: Was steckt hinter der – nur im ersten Moment – klaren Botschaft? Der/die Betracheter/in wird herausgefordert hinter die „Kulisse“ zu sehen, versteckte „Botschaften“ zu entdecken. 

„Ich vertraue der Fotografie als Reproduktion der Wirklichkeit nicht mehr als der Wirklichkeit.“ – 1987 von Klaus-Dieter Hartl formuliert, begleitet die Hinterfragung von „Wahrheiten“ und „Wirklichkeiten“ seine Arbeit bis heute. Gerade im Zyklus Haludovo wird sein kritischer Ansatz, der die Bildherstellung bewusst reflektiert, deutlich offenkundig. 

Klaus-Dieter Hartl, 1951 in Graz geboren und aufgewachsen, absolvierte die Pädagogische Akademie Graz und war als Lehrer und Schulleiter tätig. Die Vermittlung und Weitergabe von Wissen um und Verständnis für künstlerische Ausdrucksformen, die Förderung junger Talente ist – neben dem eigenständigen kreativen Schaffen – integraler Bestandteil seines Kunst- und Kulturverständnisses. Er lebt in Leibnitz, ist Mitglied des Grazer Kunstvereins, seit 1998 Leiter der Galerie Marenzi Leibnitz und Gestalter zahlreicher Ausstellungsprojekte." (Ute Sonnleitner, 2015)

 
Preise:
1980 Förderungspreis für Fotografie der Stadt Leibnitz,
1981 Ankauf für die Fotosammlung des Bundes im Rahmen des österr. Förderungspreises für Fotografie
1988 Förderungspreis des Landes Steiermark für zeitgenössische Kunst 
1988 Fotoförderungspreis der Stadt Graz, 
1991 Landesförderungspreis der Steiermark für Fotografie;
1992 Gastkünstler im Landesatelier im Künstlerhaus Salzburg


ZYKLUS HALUDOVO, 2016-01-27 18:30:00 [event]





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