KULTURVERMITTLUNG
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Graz aus der Vogelperspektive 

100 Jahre Flughafen Graz
Der 26. Juni 1914 gilt als Geburtstag des Flughafen Graz.
Anlässlich dieses 100-jährigen Jubiläums widmen sich im
ersten Halbjahr 2014 die Ausstellungen im Terminal der
Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Luftfahrt in Graz.

Vernissage
-------------------------------Mittwoch 22. Jänner 2014 / 18.30 Uhr
» Galerie am Flughafen Graz

Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Universalmuseum Joanneum und dem Kulturamt der Stadt Graz.
Kurator: Gerhard M. Dienes, Universalmuseum Joanneum
Gestaltung: Max Aufischer
Ausstellungstechnik: Kulturvermittlung Steiermark

bis 16. März 2014





Und Berg und Gewässer/Umfittichen wir/Sie weilet da drunten/Ich spähe nach ihr ...

Mit diesen Zeilen endet ein Gedicht Johann Wolfgang von Goethes, die Sehnsucht, sich in die Lüfte zu erheben, beschreibend. Dem Geheimrat war es aber nicht vergönnt, die Welt von oben zu sehen. Das damals Unmögliche – ist es heute zur platten Selbstverständlichkeit geworden? Wie viele sehen sich im Flieger lieber einen Film an (den sie sich auf Erden nie anschauen würden) anstatt aus dem Fenster etwa auf die fantastische Gletscherwelt Grönlands oder auf die skurrile Grafik des Gangesdeltas „da drunten” zu spähen. Warum aber in die Ferne schweifen, siehe das Gute – sprich Graz – liegt so nah:
Die steirische Landeshauptstadt ist auch aus der Vogelperspektive faszinierend. Karl A. Kubinzky hat uns Kostbarkeiten aus seinem Graz-Archiv zur Verfügung gestellt. Stiche, Karten und Fotografien ob vom Flugzeug, Hubschrauber oder Ballon, geben uns facettenreiche Einblicke auf und in die Geschichte der Stadt.

Die Sehnsucht, sich in die Lüfte erheben zu können, dieser uralte Menschheitstraum, zieht sich durch die Weltgeschichte. Tausende Geschichten über „Flugmenschen“, von Ikarus bis Wieland dem Schmied und anderen wurden erzählt sowie niedergeschrieben. Geniale Geister wie Leonardo da Vinci beschäftigten sich mit Fluggeräten. Der Universalkünstler ging davon aus, dass der Mensch zwar aufgrund seiner geistigen Fähigkeiten eine Vielzahl von Erfindungen mache, doch keine kreieren werde, „die die Natur an Schönheit, Einfachheit und Unmittelbarkeit übertrifft, denn bei ihren Schöpfungen fehlt nichts, und nichts ist überflüssig.“ Leonardo gelang es nicht, das Geheimnis der Antriebskraft beim Fliegen zu ergründen.

Und dann schließlich das Jahr 1783. Frankreich und vor allem Paris werden Schauplatz der ersten Ballonfahrten. Am 5. Juni starten die Brüder Joseph und Etienne Montgolfier den ersten Ballon. Aus mit Papier verstärktem Leinen hergestellt, erreichte er bei einer
Flugdauer von ca. zehn Minuten eine Höhe von 2.000 Metern. Damit war der Nachweis der realen Möglichkeiten eines Fluggerätes mit dem „Leichter-als-Luft-Prinzip“ erbracht. Am 21. November 1783 hoben erstmals Menschen mit einer Montgolfiere vom Boden ab.

Der Mensch hatte mit der Eroberung der Luft begonnen. Eine ungeheure Entwicklung setzte ein, die über Luftschiff und die „fliegenden Kisten“ bis zu den Überschalljets führte und Flughäfen zu Orten einer neuen Kultur der „Übermoderne, einer durch Technologie dramatisch veränderten nachmodernen Lebenswelt“* machte.

* Elisabeth List, Wenn der Traum vom Fliegen wahr wird, in:
Lichtungen. Zeitschrift für Literatur, Kunst und Zeitkritik 67/XVII Jg./1996,85.




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