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Das ist Film 

„Filmkunst“-Collagen, Fotografien und Computergrafiken
Ein bunter Bilderteppich zum Thema „Kino“, gewoben
von den SchülerInnen der Aufbaulehrgänge und der
2AK Klasse der BHAK-Monsbergergasse.

Vernissage
-------------------------------Montag 21. März 2011 / 12.00 Uhr
» Jugendgalerie im Grazer Rathaus

bis 22. April 2011

www.bhak-graz.ac.at



© Marco Mostegl, Mirza Kahriman, Radenko Sekulic,
Daniel Hackl (BHAK/BHAS Graz Monsbergergasse)


PROJEKT „FILMKUNST“ – 2010. Eine Refl exion„Filmkunst“ – Collagen, Photographien und Computergraphiken - ein bunter Bilderteppich zum Thema „Kino“, gewoben von den SchülerInnen der Aufbaulehrgänge und der 2AK Klasse der HAK-Monsbergergasse.Captain Sparrow/Depp strandet im Wunderland von Alice. Ein Hollywood-Lächeln baumelt müde von den Lippen der Film-legenden Monroe, Askin und Dean. Brad und George, „the sexiest men alive“ neben „our golden guy“, Oscar, nippen an einem Nespresso, während Lara Croft alias Angelina Jolie Widersacher bekämpft. Ein Kampf der Titanen, an denen sich Cameron und Spielberg nicht beteiligen, weil sie sich in ihre eigenen Bilderwelten verstrickt haben. „Inglorious bastards“, johlt Tarantino, das ist ein Bingooooo für die Stand-ins. Die Leinwanddiven erbleichen, Garbo setzt ihre arroganteste Pose auf, Holly Golightly alias Audrey Hepburn bläst ihrem Schatten Zigarettenrauch ins Gesicht und Vivian Leigh haucht ihr klassisches „Morgen ist auch noch ein Tag“. „Servas Kaisa, wenn das da Franzl erleben tät - “. Sissi schüttelt unmissver-ständlich ihr perlenverziertes Haupt. Die Freaks aus den Horrorfi lmen lassen ihre Köpfe tanzen und schielen neidvoll zu den Screen-Lovers – it´s Movie-Time „Nachts im Museum“, pardon, in der Schule! - Sonnenaufgang, die magische Lein-wand hebt sich empor – die visuelle Reise in den cineastischen Cyberspace geht zu Ende, die interaktiven Abenteuer ent-schlummern. Den Filmkanon von „Nosferatu“ bis „Avatar“ neu entdecken, über die großen Komiker lachen, mit den unglücklichen Screen-Lovers weinen, das Gruseln zum Kult erheben. Wer hat sich noch nicht von der Magie des Traums aus Zelluloid ver-zaubern lassen? Seit dem vorigen Jahrhundert steht die Kunstform Film gleichrangig neben den klassischen Künsten.Die imaginären Phantasiewelten in den Farben des Regenbogens oder in Schwarz-weiß, in die uns „Kino“ entführt, ähneln laut Psychoanalyse den Bildern des Traums und darauf ist der Erfolg von Film zurückzuführen. Er bietet Unterhaltung, dient aber auch zur Information und Bewusstseinsbildung und ist ein enormer Wirtschaftsfaktor. Als Massenware kommerziell nutzbar ist der Film, aufgrund der Tatsache, dass er zur niveauvollen, der Literatur zugeordneten, Kunstgattung geworden ist, nicht zu unterschätzen. Aufgrund des hohen Stellenwerts von Kino und Film als bedeutendstem moderne Kulturphänomen ist der Schritt zur intensiveren Auseinandersetzung mit diesem in der Schule nur allzu logisch. Doch welchen Zugang haben Medien geschul-te Jugendliche zum Film? Was an ihrem Wissen reicht über das B-Movie verdächtige Action-, Fantasy- und Klamaukgenre, über die üblichen Kassenschlager hinaus? Als Deutschlehrerin liegt mir sehr am Herzen, dass meine SchülerInnen das Abenteuer des Lesens und des Schreibens ent-decken, gleichzeitig ist es mir aber auch ein Bedürfnis, sie mit dem Medium Film in seiner Bandbreite vertraut zu machen. Ziel des Projekts „Filmkunst“ war es, die SchülerInnen dafür zu sensibilisieren, das Phänomen Film nicht nur als reine Un-terhaltung zu sehen, sondern differenzierter zu betrachten, in weiterer Folge als bedeutendstes künstlerisches Medium mit Breitenwirkung wahrzunehmen und ganz bewusst zwischen Qualität und Quantität zu unterscheiden. Der erste Schritt war, dass sie sich selbst dieser Kunstform kreativ öffneten. So entstand gleich zu Beginn des Projekts eine Fülle von Expona-ten, die als visueller Dialog der Jugendlichen mit der Filmkunst zu verstehen ist.Filme spiegeln die Gesellschaft und die Zeit wider, in der sie entstanden sind, über sie werden vielfältige Inhalte transpor-tiert. Die Beschäftigung mit Film in der Schule bringt eine ideale Ergänzung zur Aufwertung bzw. Vertiefung des Unterrichts und ermöglicht eine wichtige Lernchance, weil Filme immer stärker unsere soziale Realität und unsere Lebenswelt beein-fl ussen.„Filmkunst“ ist eine Ansammlung von Spotlights, die die Genres umfasst, auf die die Geschichte des Films Bezug nimmt, Regisseure und Leinwandgrößen beleuchtet, sich auf die Filmfestivals bezieht (z. B. auf die „Diagonale“) und den Schüle-rinnnen die Möglichkeit bot, sich selbst in der Pose der berühmtesten Filmgöttinnen zu portraitieren. Der Feuereifer war sofort zu spüren, als sich die Schülerinnen mit Freude an die Arbeit machten, um sich aus verschiedenen Perspektiven mit dem Wesen des Phänomens Kino auseinanderzusetzen. Sie sammelten Information, ließen sich inspirieren und ge-brauchten ihre eigene Phantasie und Kreativität. Regisseuren gleich spürten die jugendlichen Cineasten der Magie des Films nach, nahmen den Leinwandzauber in sich auf und kreierten, erzeugten selbst Kunst. Die Ausstellung dokumentiert diese Arbeit am Projekt, nicht systematisch, nicht umfassend, aber sie spiegelt die Freude der Jugendlichen am Spiel mit der Materie wider. Und das Resultat kann sich sehen lassen. Ich danke meinen SchülerInnen des Jahrganges 2009/2010 aus folgenden Klassen: 2AK (Handelsakademie), sowie1BA, 1CA, 2AA, 2BA und der Maturajahrgänge 3AA und 3BA (Aufbaulehrgänge), ohne die das Projekt „Filmkunst“ nicht möglich gewesen wäre. Dr. Hildegard Kokarnig


Das ist Film, 2011-03-21 12:00:00 [event]





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