KULTURVERMITTLUNG
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Li 

von Christian Pirkl

Vernissage
-------------------------------Dienstag 10. November 2009 / 18.30 Uhr
» Fotogalerie im Grazer Rathaus

bis 4. Dezember 2009



© Christian Pirkl

In seiner Ausstellung „Li“ zeigt Christian Pirkl einen Fotozyklus, der über einen Zeitraum von mehreren Jahren entstanden ist und ihn dabei in die unterschiedlichsten Winkel der Erde geführt hat. Sein fotografischer Blick konzentriert sich dabei ausschließlich auf ein immer wiederkehrendes, geradezu banales Motiv, das in seiner spezifischen geografischen
Ausformung jedoch einen überraschenden facettenreichtum offenbart.
Über das ästhetische Empfinden hinaus, interessiert Pirkl vordergründig jenes Ordnungssystem, das dieser Formen- und Farbenvielfalt zugrunde liegt. Im chinesischen Begriff „Li“ wird dieses universale
Naturgesetz zum Ausdruck gebracht und führt, über eine alte Lesart, zu seiner ursprünglichen Bedeutung – der Maserung von Holz, oder im Fall von Christian Pirkl: der Baumrinde, als Sinnbild für die Einzigartigkeit aber auch die unergründbare Geordnetheit des Lebens.

Der chinesische Begriff „Li“ bedeutet nicht lineare, sich nicht wiederholende, asymmetrische Ordnung. Jedem Lebewesen, jedem natürlichen Ding liegt diese Ordnung in besonderter Art zugrunde. Li ist die Art und Weise, das Prinzip nach dem sich das Leben in der Welt strukturiert.
Li bezeichnet eine Ordnung der keine mathematische Gesetzmäßigkeit zugrunde liegt, eine Ordnung die messend und zergliedernd nicht erfassbar ist.
Dem analytischen, intellektuellen Blick erscheint diese Ordnung als Chaos.
Dennoch kann sie wahrgenommen werden und wird wahrgenommen. Aber diese Wahrnehmung ist nicht objektiv, sie ist subjektiv im besten Sinne als wir
uns selbst als Subjekt individuierten Lebens brauchen um mit der natürlichen Ordnung um uns in Resonanz treten zu können. Wie Schönheit kann auch das, was mit Li gemeint ist erfühlt, erspürt, geschaut werden – ist es gesehen, erdacht, ist es nicht Li.
Mit dem Li zu handeln bedeutet im chinesischen ungezwungen, ungekünstelt zu handeln. Ursprünglich, in der alten Sprache, bedeutete „Li“ : die Maserung von Holz.

Mag. Christian Pirkl, geboren am 6. XII. 1963 in Graz; Studium der Rechtswissenschaften, Ausbildung zum Lebensberater Logotherapie und Existenzanalyse;
Ausstellungen in Graz: Weltcafé 2007, Café Ritter 2008, Traminer 2008, Afro Asiatisches Institut 2009 Ausstellungen in Wien: Kulturverein Nu2008, Biologische Fakultät der Universität Wien 2008 Ausstellungsbeteiligungen: photo_graz 06, photo_graz 08


Li, 2009-11-10 18:30:00 [event]





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