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Istvan E├Ârsi


Presse

© IHAG

aus Budapest/Berlin
Artist in Residence
Okt. 2000 - Nov. 2000
1931 in Budapest geboren, gestorben am 13. Oktober 2005. Er war Lyriker, Dramatiker, Prosaautor, ├ťbersetzer und politischer Essayist.
Er entstammt einer j├╝dischen Intellektuellenfamilie und studierte Anglistik und Germanistik in Budapest und arbeitete dann als AHS-Lehrer an einem Budapester Gymnasium. In seinen jungen Jahren schrieb er f├╝r eine Jugendzeitung der Kommunistischen Partei, er galt damals als ├╝berzeugter Marxist und verfasste sogar ein Gedicht zum Tod von Stalin. Sp├Ąter erkl├Ąrte er sich zu den entschlossensten Gegnern der Diktatur. E├Ârsi war ein Sch├╝ler des Philosophen Georg Luk├ícs, dessen Autobiografie in dialogischer Form E├Ârsi 1980 herausgab. Wegen Beteiligung am Ungarnaufstand wurde er 1956 als 25-J├Ąhriger zu acht Jahren Haft verurteilt und nach dreieinhalb Jahren 1960 amnestiert. Danach hatte er zun├Ąchst Ver├Âffentlichungsverbot und arbeitete zumeist als Theaterdramaturg und ├ťbersetzer. E├Ârsi ├╝bertrug unter anderem Gedichte von Goethe, Heine, Brecht, Shakespeare, Ginsberg, Shelley, Keats, Puschkin, Jandl und Lorca ins Ungarische. In Berlin brachte sein Landsmann George Tabori E├Ârsis St├╝ck Das Verh├Âr an der Schaub├╝hne am Lehniner Platz zur Urauff├╝hrung. 1986 kehrte E├Ârsi nach Ungarn zur├╝ck, danach lebte er jeweils in Budapest und in Berlin. Nach der politischen Wende 1989 trat E├Ârsi als spitzer Kritiker des wiederaufflackernden Nationalismus und anderer Missst├Ąnde hervor. Er war Gr├╝ndungsmitglied der liberalen SZDSZ und trat nach Meinungsverschiedenheiten sp├Ąter wieder aus.
Preise/Auszeichungen/Stipendien: 1983/84 DAAD-Stipendium in West-Berlin; 2005 Kossuth-Preis (die h├Âchste literarische Auszeichnung Ungarns).
Stipendiat im Rahmen des Projektes Poetik der Grenze


Istvan E├Ârsi [artist]


Werke (Auswahl): Theaterst├╝cke (in deutscher Sprache): Das Verh├Âr, 1965 (├╝berarbeitet 1983/84), U: Schaub├╝hne am Lehniner Platz 1984, Frankfurt/M.: Verlag der Autoren; F├Ąsser, 1968, DE: Badische Landesb├╝hne Bruchsal 1991, Frankfurt/M.: Verlag der Autoren; Der Staatsmann und seine Schatten, 1972, Frankfurt/M.: Verlag der Autoren; Das Opfer, 1975, Frankfurt/M.: Verlag der Autoren; J├│lan und die M├Ąnner, 1977, Frankfurt/M.: Verlag der Autoren; Der Kompromi├č, 1981, U: St├Ądtische B├╝hnen Osnabr├╝ck 1985, Frankfurt/M.: Verlag der Autoren; Die Stimme seines Herrn, 1. Fassung 1984; 2. Fassung 1990, U: S├ít├ększin-Theater Budapest 1990, 3. Fassung His MasterÔÇÖs Voice., U: Theater m.b.H. Wien 1998, Frankfurt/M.: Verlag der Autoren; Die Wette 1986, Frankfurt/M.: Verlag der Autoren; Variation auf ├ľdipus, 1990, Frankfurt/M.: Verlag der Autoren; Hiob Proben, 1997, U: Schillertheater Wuppertal 1999, Frankfurt/M.: Verlag der Autoren; Der Eingriff, Frankfurt/M.: Verlag der Autoren; Am Morgen meines Todes, 2001, Frankfurt/M.: Verlag der Autoren.
Prosa (in deutscher Sprache): Bei Phalaris, Erz├Ąhlungen und Geschichten, 1987, Rowohlt; Ich fing eine Fliege beim Minister, Bagatellen, 1991, Wieser Verlag; Erinnerung an die sch├Ânen alten Zeiten, Gef├Ąngnis-Memoiren, 1991, Rowohlt; Tage mit Gombrowicz, Tagebuch ├╝ber ein Tagebuch, 1997, Kiepenheuer; Hiob und Heine. Passagiere im Niemandsland, 1999, Wieser Verlag.




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