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Najem Wali


Presse

© privat

aus Berlin
Grazer Stadtschreiber
Sep. 2016 - Aug. 2017
Najem Wali, 1956 im irakischen Basra geboren, wurde als Anders-Denkender inhaftiert und gefoltert. Er flĂŒchtete 1980 nach Ausbruch des Iran-Irak-Kriegs nach Deutschland. 1988 Abschluss des Germanistik Studiums in Hamburg und anschließend Studium der spanischen Literatur an der UniversitĂ€t Complutense Madrid. Wali war lange Zeit Kulturkorrespondent der bedeutendsten arabischen Tageszeitung Al-Hayat und schreibt regelmĂ€ĂŸig u.a. fĂŒr die SĂŒddeutsche Zeitung, die Neue ZĂŒrcher Zeitung, die TAZ und den Spiegel. Er veröffentliche zahlreiche Romane und ErzĂ€hlungen. Im Carl Hanser Verlag erschien zuletzt sein Roman Bagdad Marlboro, fĂŒr den er den Bruno-Kreisky-Preis fĂŒr das politische Buch 2014 erhielt, sowie Bagdad. Erinnerungen an eine Weltstadt (2015). 2016 wurde er in die Jury des Deutschen Buchpreises berufen. Heute lebt er als freier Schriftsteller und Journalist in Berlin.
najemwali.de


Najem Wali [artist]
HofĂŒbergabe, 2016-09-20 19:00:00 [event]
HofĂŒbergabe, 2017-09-14 18:00:00 [event]


JurybegrĂŒndung:
Najem Wali als Stadtschreiber zu gewinnen ist ein GlĂŒcksfall in der Geschichte dieser in Graz so erfolgreich eingerichteten kulturellen Institution.

Einerseits reiht sich der irakische Autor viel beachteter Romane wie „Bagdad Marlboro“ (2014) sowie der Autobiographie „Bagdad, Erinnerungen an eine Weltstadt“ (2015, beide im Hanser Verlag erschienen), in die Zahl von VerfasserInnen großer ErzĂ€hlungen, welche literarisch unmittelbar an prĂ€gende Geschehnisse der heutigen Zeit anknĂŒpfen. Zum anderen ist der studierte Literaturwissenschaftler Najem Wali als Essayist und Aktivist ein unermĂŒdlicher Mittler zwischen unterschiedlichen kulturellen, geographischen wie auch politischen Welten.

Seine Stimme wird im gesamten deutschen Sprachraum aufmerksam gehört, ob es dabei um literarische Debatten geht – erst unlĂ€ngst wurde er in die Jury des Deutschen Buch Preises berufen -, oder um brennende politische Fragen, insbesondere um das Thema Flucht und Asyl.

Najem Wali kennt Graz bereits, und hat sich in seiner Bewerbung um das Amt des Stadtschreibers ausdrĂŒcklich bereit erklĂ€rt, neben seiner TĂ€tigkeit als Schriftsteller auch fĂŒr die Teilnahme an öffentlichen GesprĂ€chen und Veranstaltungen zur VerfĂŒgung zu stehen.




Finanziert durch:
Kulturressort der Stadt Graz;
Abteilung fĂŒr Kommunikation der Stadt Graz,
Referat fĂŒr Internationale Beziehungen
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