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Samir S. 


Presse

von Gregor Schlatte

Vernissage
-------------------------------Mittwoch 19. Oktober 2011 / 18.30 Uhr
» Fotogalerie im Grazer Rathaus

bis 18. November 2011



© Gregor Schlatte

Ein Name als Titel. Samir S. steht fĂŒr alle Gesichter, die uns in den analogen Fotografien von Gregor Schlatte begegnen. Persönliche Momente wechseln mit EindrĂŒcken von einem Weg der uns von der Slowakei ĂŒber Österreich und Serbien bis nach Bosnien fĂŒhrt.

Im Interesse des Fotografen liegen Randbereiche, ÜbergĂ€nge. Die Fotografien zeigen uns Menschen, die ein normales, langweiliges Leben fĂŒhren und sich gleichzeitig immer an einer Grenze bewegen. Eindringliche Gesichter, nackte und verschwitzte MĂ€nnerkörper, unklare Landschaften Samir aus Sarajevo oder Peter aus Graz, sind nicht nur nett, gestylt und charmant, sie bewegen sich in mehreren Welten. Geregelte Arbeit, eine Wohnung und trotzdem ist da immer etwas das aus- bricht, das sich nicht in die NormalitĂ€t einfĂŒgen lassen will. Und es ist genau dieser Teil den uns Gregor Schlatte's Fotografien zeigen. Jenen Teil der sich der Glattheit verweigert. Und dennoch sehen wir auf diesen Bildern keine Außenseite.

Korn, Kratzer, Spuren des Produktionsprozesses, die analogen Fotografien von Gregor Schlatte zeigen uns genau deshalb keine perfekte Hochglanzwelt. Die Wahl des Stilmittels erfolgt jenseits der rnĂŒl3igen Diskussion um analoge oder digitale Fotografie. Fehler der Kamera und im Entwicklungsprozess werden bewusst eingesetzt um das Foto nach der Aufnahme weiter leben zu lassen. Ein Bild ist nach der Aufnahme nicht fertig, es entwickelt sich, es bewegt sich. Wie der Fotograf. Wie die Fotografierten. Eine Aufnahme dauert eine 1/30 Sekunde. Ein Foto braucht nicht lĂ€nger um zu entstehen. Das Bild erhĂ€lt sich jedoch - im Gegensatz zum Foto - durch den Produktionsprozess eine Verbindung zum fotografierten Gegenstand oder Menschen. Die Bilder haben Ecken und Kanten, wie die Fotografierten. Sie reiben sich irn Entwicklungsprozess an den unterschiedlichen ÜbergĂ€ngen, die ihre Spuren hinterlassen. Spuren, die Verletzungen zeigen und gleichzeitig ihre eigene Schönheit entwickeln.


Gregor Schlatte wurde 1979 in Schruns (Vorarlberg) geboren und wuchs im beschaulichen Montafon auf. Den Weg zur Fotografie fand er ver-gleichsweise spĂ€t. So hat er als 10jĂ€hriger nicht fotografiert, son-dern Knight Rider geschaut und mit Pfeil und Bogen Hasen gejagt, mit wenig Erfolg. Erst nach abgeschlossenem Studium der Wirt-schaftspĂ€dagogik in Innsbruck entdeckte er die Leidenschaft fĂŒr das Bilder-Machen.
Dem Umzug nach Graz folgte das Studium an der Akademie fĂŒr an-gewandte Photographie 2010/11, in deren Rahmen seine Ausstel-lungstĂ€tigkeit begann. Seine Arbeiten in diesem Rahmen wurden mit dem Förderpreis der Akademie fĂŒr angewandte Photographie bedacht.
Gregor Schlatte ist Teil des Kollektivs Graukarte, das neue Wege des fotografischen Ausdrucks und der PrÀsentation sucht.


Samir S., 2011-10-19 18:30:00 [event]





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