post Kategorie: Artikel post post10. Dezember 1948
Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.

3 Kommentare

#1

Kyong-chan hob die Stimme: „Oder Architekt! Ich hätte Architekt werden können und Staudämme planen! Ich hätte Bäcker werden können, Pilot, dort oben!“ Kyong-chan zeigte in den Himmel. Nim-ro drückte seinen Arm wieder herunter. „Nicht!“, flehte sie ihn an.
„Arzt! Ja, Kardiologe hätte ich werden können mit einem Blutdruckmessgerät um den Hals. Ich hätte Schäfer werden können oder Makler mit schlecht sitzendem Hemd!“ Immer lauter sprach Kyong-chan, die Leute sahen sich ängstlich nach dem jungen Mann um. „Ich hätte mutig werden können“, flüsterte er, kletterte auf den Sockel des Soldatendenkmals und ließ den Blick über den kleinen Platz schweifen.
„Euch hätte ich als Reiseführer durch die Welt begleiten können“, schrie er plötzlich wieder und zeigte auf die Umstehenden, „und selbst hätte ich nach Kuba fliegen können. Ich hätte ein glücklicher Mann werden können, Künstler, Händler, Tischler! Lesen und schreiben, was ich wollte, und Lieder hätte ich singen können, die ich wirklich mag!“
Nim-ro war ihrem Bruder gefolgt, sprach beschwichtigend auf ihn ein. Zwei Zivilpolizisten bahnten sich bereits den Weg durch die kleine Menschenmenge, die sich vor dem Denkmal versammelt hatte. Kyong-chan schien von nichts Notiz zu nehmen: „Ich hätte Politiker werden können und Historiker! Ein lauter Mensch, ein leiser Mensch, ein ehrlicher Mensch hätte ich werden können!“ Seine Stimme überschlug sich heiser, und bevor die Tränen und die Polizisten kamen, rief er noch über den Platz: „Reich hätte ich werden können, launig und satt, eine Strophe in einem Lied!“
Als er zu Boden geworfen wurde, Hände am Rücken, das Gesicht unter Schmerzen verzerrt, rief Kyong-chan mit letzter Kraft: „Und was bin ich geworden? Ein Träumer bloß, das bin ich geworden!“

Aus dem Jahresbericht von amnesty international zu Nordkorea, 2007: „Systematische Menschenrechtsverletzungen, darunter Verletzungen des Rechts auf Leben und des Rechts auf Nahrung, hielten unvermindert an. Den Bürgern des Landes wurden nach wie vor ihre fundamentalen Menschenrechte wie etwa die auf freie Meinungsäußerung, Bewegungs- und Vereinigungsfreiheit vorenthalten.“

saša stanišić geschrieben am 5. März 2008 - 11:36
#2

Freie Meinungsäußerung

Das Recht auf Rede- und Pressefreiheit ist wohl eines der Rechte, auf die viele Leute in vielen unterschiedlichen Situationen plädieren. Man darf denken und sagen, was man möchte, sich aus gesammelten Informationen eine eigene Meinung bilden. Diese wollen viele auch sofort unters Volk bringen.
Zu diesem Zweck gibt es Foren, Leserbriefe etc. In Zeitungen werden Informationen über die neuesten Geschehen veröffentlicht – und natürlich gibt es auch solche, die sofort jedermanns Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Spektakuläre Ereignisse, unglaubliche Sensationen, schreckliche Enthüllungen.
Graz: Stadt der Menschenrechte, 2003 Kulturhauptstadt
Österreich: bekannt durch Leute wie Mozart – 2006 taucht die verschwundene Natascha Kampusch auf, die neun Jahre lang gefangen gehalten worden und auch missbraucht worden ist.
Und nun, besonders aktuell – und sehr stark in den Medien vertreten – ist die Geschichte der Familie Fritzl. Ein wohlhabender Ingenieur hat drei seiner Enkelkinder adoptiert, da sich deren Mutter, die Mitglied einer Sekte ist, nicht um sie kümmern kann. Schließlich stellt sich heraus, dass Herr Fritzl seine Tochter 24 Jahre lang im Keller des Wohnhauses gefangen gehalten und missbraucht hat.
Diese Begebenheit ist so sehr in aller Munde, dass ich mit der Familie (Herrn Fritzl ausgeschlossen) schon Mitleid habe. In ihrer Heimatstadt können sie eigentlich auch nicht mehr außer Haus gehen, ohne dass über sie getuschelt und mit dem Finger auf sie gezeigt wird.
Ich finde, man sollte nicht immer um solche Ereignisse so einen Rummel machen, denn mir persönlich würde es wohl sehr zu schaffen machen, wäre ich davon direkt betroffen.
Leute sterben durch außergewöhnliche Begebenheiten – und schon stehen Reporter vor der Tür und bitten um Stellungnahmen. Das Recht der Presse, Informationen einzuholen und zu verbreiten, gehört eingeschränkt!

carina geschrieben am 21. Mai 2008 - 15:29
#3

Dieser Artikel stammt aus dem Internet und über freie Meinungsäußerungen wird oft diskutiert. Hat man nun wirklich?
Meine Meinung ist, man kann sagen, was man möchte in einem gewissen Ausmaß. Man sollte jedoch aufpassen, bei wem man was sagt und zu wem man was sagt. Bin ich in der Öffentlichkeit und sage über jemanden etwas, werde ich wahrscheinlich sofort zu Unrecht beschuldigt, dass mir es nicht zusteht dies zu sagen.
Hat man nun auch die Freiheit einer Freundin zu sagen, wenn man ihren Freund beim Fremdgehen erwischt hat? Ich glaube, über so etwas kann man streiten. Einerseits hat man die Freiheit dies zu sagen, andererseits geht dies einen nichts an. Was man nun macht, muss man selbst wissen.
Wenn man durch die Straßen geht und merkt Wie jemand gehänselt oder gemoppt wird, hat man nicht den Mut etwas zu sagen. Man hat zwar die Freiheit etwas dazu zu sagen, aber man macht es nicht. Warum ist dies so? Ist man zu feig oder hat man nur Angst, dass man nun auch ein Opfer wird?
Jeden Tag, wenn ich die Zeitung lese, frage ich mich, ob die Medien Meinungsfreiheit haben. Schreiben sie, was ihnen gerade einfällt oder nehmen sie auch auf Gefühle anderer Rücksicht nehmen?
Bei großen Fällen, wie gerade aktuell das Geschehen in Amstetten, wird in der Zeitung alles einmal durchgegangen. Ist die Frau nun mitschuldig? Wussten Nachbarn davon etwas? Ich glaube nicht, dass man einfach so jemanden beschuldigen kann. Man muss sich in die Lage derjenigen versetzt, die man beschuldigt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies ein angenehmes Gefühl ist, wenn man in der Öffentlichkeit so bloßgestellt wird.
Zeitungen sollten aufpassen, worüber sie schreiben. In jeder Zeitschrift kann man etwas über Stars hören. Wundert es einen, dass ein Star Drogen nimmt und sein Leben sehr früh zu Ende ist, wenn man ihn auf Schritt und Tritt verfolgt? Wenn man über ihn in Zeitschriften falsche Aussagen schreibt? Und hierbei spricht man noch von Freiheit? Medien beeinflussen einen in jeder Hinsicht.
Meine Meinung ist, man sollte den Mut haben im richtigen Moment etwas zu sagen, aber auch still zu sein, wenn man meint, dies wäre unpassend.

alexandra geschrieben am 29. Mai 2008 - 09:12
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