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Zeynel Abidin Kizilyaprak


© privat

aus Istanbul
Artist in Residence
Mai. 2003 - Jun. 2003
1960 in Adiyaman (einer kurdischen Stadt in der Türkei) geboren; arbeitet als Schriftsteller und Journalist. Er studierte Pädagogik, konnte aber aus politischen Gründen nicht Lehrer werden. Nach dem Staatsstreich durch das Militär 1980 in der Türkei wurde er verhaftet, weil er politische Texte verfasst hatte, und kam für fünfeinhalb Jahre ins Gefängnis. Nach seiner ersten langen Gefängniserfahrung und dem obligatorischen militärischen Bekenntnis zog er nach Istanbul und gründete seinen eigenen kleinen Verlag, der dann 1994 aufgrund einer weiteren Verurteilung von Kizilyaprak wegen Veröffentlichung politscher Texte geschlossen werden musste. Kizilyaprak ging nicht ins Gefängnis, sondern in den Untergrund. 1995 wurde das Gesetz abgeändert und seine Strafe ausgesetzt unter der Bedingung, dass es zu keiner weiteren Verurteilung in den nächsten fünf Jahren kommt. Danach arbeitete Kizilyaprak für einige Zeitungen und Zeitschriften als Redakteur oder Kolumnenschreiber. Er wurde 1997 aus politschen Gründen wieder verhaftet, bei der ersten Anhörung nach zweieinhalb Monaten aber freigesprochen.
Seine letzte Verurteilung erfolgte aufgrund der Veröffentlichung der Chronik Die Kurden von 1900 bis 2000, die er im Jahr 2000 publizierte. Dafür ging er für 16 Monate ins Gefängnis. Dannach wieder in den Untergrund. Mit Hilfe des Internationalen P.E.N. gelang ihm 2003 die Ausreise (inkognito), um ein Stipendium in Deutschland antreten zu können. Er erhielt Stipendien der Heinrich Böll-Stiftung (2003), des IHAG’s (2003) und der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte (2004). 2004 erhielt er den Hellmann/Hammett-Preis von Human Rights Watch. Kizilyprak wurde auch zum Ehrenmitglied der Englischen, Schwedischen und Kanadischen P.E.N.-Organisationen gewählt.
2005 trat in der Türkei eine weitere Gesetzesänderung wegen der EU-Beitrittsbestrebungen in Kraft und Kizilyprak konnte wieder in seine Heimat zurückkehren, 2006 bekam er ein Stipendium der Villa Aurora in Los Angeles für für 10 Monate als writer-in-exile. Während seines Aufenthalts in der Villa Aurora beendete er seine Arbeit an den Ergebnissen einer Umfrage im Namen seiner kurdischen Stiftung. Diese Umfrage und Kizilyapraks Ergebnisse wurden als Buch 2006 im November in Istanbul veröffentlicht. Mittlerweile lebt Kizilyaprak wieder in der Türkei und arbeitet an einem neuen Buch. Er ist auch Mitarbeiter beim International Correspondents Media-Network in Berlin.
2005 erschien Die Anatomie eines türkischen Albtraums von gestern bis heute: das irakische Kurdistan und sein Einfluss in Istanbul.
Kizilyaprak ist auch Gründer und Vorstandsmitglied der Stiftung „Kürt-Kav“, der Forschungsstiftung für kurdische Kultur (gegründet 1996 in Istanbul).


Zeynel Abidin Kizilyaprak [artist]





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