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Auf der Suche nach dem Glck 

von Erwin Polanc

Vernissage
-------------------------------Mittwoch 24. Mai 2017 / 18.30 Uhr
» Fotogalerie im Grazer Rathaus

Bis 23. Juni 2017



© Erwin Polanc

Ausgehend von seinem geografischen Bezugsraum Steiermark analysiert Erwin Polanc, wie Menschen sich im Leben einrichten, wie sie das Un-Heimliche zum Vertrauten machen aber eigentlich scheint es umgekehrt zu sein: Alltgliche Ansichten macht er zu unheimlichen. Nicht im Sinn eines Bedrohlichen, sondern vielmehr einer fundamentalen Verwirrung unseres Blicks auf den Alltag. Hier reiben sich die karierten Vorhnge der Bauernstube an den Gertschaften, die der Zugang in die digitale Welt sind: Bildschirme und der zugehrige Kabelsalat. Mit sorgsamer Geste kmmern sich Menschen um Plastikorchideen. In hilflosen Schlingen wachsen klimaferne Palmen in unbeachteten Ecken. Wo hat Erwin Polanc all diese eigenartigen Bilder her, die so offensichtlich dem Alltag entnommen sind? Warum sehen wir das nicht? Wie kann er diese Hilflosigkeit im Umgang mit der Natur aufdecken, die gleich zum memento mori wird, und sich dennoch in die Suche nach dem Glck einreiht?

Gerade die beilufigen berschreibungen des Bestehenden machen die Lebenswelt zur Kulisse. Erwin Polanc richtet seinen Fokus auf die Ratlosigkeit einer fragmentierten Gegenwart, in der die Menschen fremd wirken, obwohl sie sich zu Hause fhlen. Alles Handeln des Menschen, sagt Hannah Arendt, ist der Versuch, der Sterblichkeit etwas entgegenzusetzen.1 Im Portrait dieser Handlungen, deren Spuren Erwin Polanc in przisen Bildkompositionen fasst, lsst sich der Knstler auf keine Wertungen ein, erzhlt keine Geschichten, liefert keine Kontexte. Seine Fotoserien sind formale Studien im Umgang mit Farbe, Form und Kompositionen. Sie sind keine zivilisationspessimistische Erzhlung, sondern eher eine Replik auf die visuellen berforderungen der Gegenwart. Die Bilder von Erwin Polanc sind, um noch einmal David Hockney zu bemhen, Ausdruck der Freude am Schauen. Fr Hockney ist Schauen dezidiert ein aktives Tun. Man msse sich dessen nur bewusst sein.2

Astrid Kury, 2016


Auf der Suche nach dem Glck, 2017-05-24 18:30:00 [event]