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Ulrich Schlotmann


Presse

© privat

aus Berlin
Grazer Stadtschreiber
Sep. 2015 - Aug. 2016
Ulrich Schlotmann, geb. 1962 in Balve, Sauerland, lebt in Berlin.


Ulrich Schlotmann [artist]
HofĂŒbergabe, 2016-09-20 19:00:00 [event]
Schlotmann & Die Plattform, 2016-01-18 19:00:00 [event]
Die Freuden der Jagd, 2016-02-11 20:00:00 [event]
NEUE TEXTE 2016, 2016-03-05 14:00:00 [event]
Jurgita Mikutyte [artist]
Oksana Zabuzhko [artist]
Esam Abou Seif [artist]
Max Aufischer [artist]
[artist]
Georgi Gospodinov [artist]
Sabit Madaliev [artist]
Ljiljana Avirovic [artist]
Bora Petkova [artist]
Glory Hole - Ulrich Schlotmann auf vimeo.com [link]
Dichtarbeit. Schreibprozesse, 2016-11-15 19:00:00 [event]
Dichtarbeit. Schreibprozesse, ISBN978-3-85415-550-8 [book]


JurybegrĂŒndung:
Mit „Die Freuden der Jagd“ legte der 1962 in Balve (Westfalen) geborene, in Berlin lebende Autor Ulrich Schlotmann einen besonders abgrĂŒndigen, humor- und kunstvollen Text der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur vor. Erschienen in der kleinen Basler Edition von Urs Engeler, kursiert das Buch, an dem Schlotmann ein Jahrzehnt gearbeitet hat, bislang vor allem unter KennerInnen und Kennern avancierter Sprachkunst, besitzt allerdings in diesem Kontext einen besonderen Stellenwert.
„Der Mann, der in den Wald (hinein)geht...“, heißt es leitmotivisch in jenem dichten Sprachkosmos aus Mythen, MĂ€rchen, ErzĂ€hlungen und Theoremen, den eine immer wieder neu anhebende, sich selbst kommentierende und relativierende Rede durchmisst: die Textbewegung ist gleichsam eine Sprachwanderung, die auf sĂ€mtliche mit Wald und Jagd assoziierte Wortfelder und Sprachzonen (und weit darĂŒber hinaus) ausgreift, alle jene Bereiche durchschreitet, die davon handeln, was in der Welt unserer Tradition denn ein Mann ist. Schlotmanns elfhundert Seiten umfassendes Buch ist zugleich auch eine Mikro-Recherche nach in der Dichtung noch nicht oder kaum etablierten Verarbeitungs- und Darstellungsweisen mentaler VorgĂ€nge wie Beobachten, FĂŒhlen, Denken auf der Höhe zeitgenössischer Erkenntnisse von Psychologie und Neurowissenschaften. Bei aller Opulenz des Stofflichen besticht dieses Werk durch die akribische Ausarbeitung und -gestaltung aller vom Autor höchst funktional eingesetzten sprachlichen Mittel und Verfahren.
Sein der Jury vorgelegtes Schreibprojekt „Die Hub-, Schub- und ZugkrĂ€fte der Statik Band Eins“ verlangt ebenso auf exemplarische Weise ein alle geistigen KrĂ€fte beanspruchendes Lesen: es organisiert FĂŒhlen, Denken, Reden, Selbstbeobachten, Weltkonstruieren mittels dichterischer Verfahren auf eine Art, die der KomplexitĂ€t solcher Prozesse in beeindruckender Konsequenz Rechnung zu tragen versucht. Ulrich Schlotmanns Anspruch an die Arbeit des Schriftstellers ist alles andere als bescheiden: den Widerhall der Welt dichterisch zu erfassen, indem man deren unverstandenen KomplexitĂ€t nicht mit vorschnellen Simplifizierungen begegnet, sondern sich ebendieser wachen Auges und mit Entschiedenheit stellt.
Die Wahl von Ulrich Schlotmann zum Grazer Stadtschreiber ist ein GlĂŒcksfall fĂŒr alle Leserinnen und Leser, deren Modus der Auseinandersetzung mit Literatur ĂŒber das verstĂ€ndnisinnige Lob gĂ€ngiger Romanliteratur hinausreicht.


BĂŒcher
Entlöse, Maas Verlag, Berlin, 1993
In die feuchten WĂ€lder gehen, Ritter Verlag, Klagenfurt, 1996
Bluten, Wald, Ritter Verlag, Klagenfurt, 1999
Siegfried & Roy, Kleine Idiomatische Reihe, Wien, 2007
Die Freuden der Jagd, Urs Engeler Editor, Weill am Rhein, 2009

SekundÀrliteratur
Sebastian Kiefer, "Der Mann der in den Wald (hinein)geht."
Ulrich Schlotmann und seine Welt-Rede-Komödie "Die Freuden der Jagd"
Aisthesis Verlag - Bielefeld, FrĂŒhjahr 2015

Stipendien Preise
1997, KĂŒnstlerhaus Schloss Wiepersdorf 1997
1999, Akademie Schloss Solitude 1999
1999, KĂŒnstlerhaus Lukas Ahrenshoop 1999
2000, Arbeitsstipendium fĂŒr Berliner Autorinnen und Autoren 2000
2000, Aufenthaltsstipendium des Berliner Senats in Amsterdam 2000
2003, Arbeitsstipendium Notgemeinschaft der Deutschen Kunst 2003
2006, Arbeitsstipendium fĂŒr Berliner Autorinnen und Autoren 2006
2008, 2. Preis beim Literaturwettbewerb Wartholz 2008
2008, 1. Preis beim Literaturwettbewerb Floriana 2008
2010, KĂŒnstlerdorf Schöppingen 2010
2011, Arbeitsstipendium fĂŒr Berliner Autorinnen und Autoren 2011
2012, KĂŒnstlerhaus Schloss Wiepersdorf 2012
2013, Clara-und-Eduard-Rosenthal-Stipendium/Stadtschreiber Jena 2013
2014, Writer-in-Residence am Allegheny College in Meadville, Pennsylvania 2014




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